Anders

Innovationen, Widerstände, Übergänge

Das einzig Beständige ist der Wandel

Dieser Blog dient dem Werden. Dem anders werden.

Eine Zeit des Wandels ist auch eine Zeit der Unsicherheiten. Das ist die Kehrseite, wenn eine Gesellschaft sich anschickt, einen Sprung nach vorne zu unternehmen. Es kann Risse geben, Verirrungen. Es kann zu Schmerzen kommen.

Oft schwingt die Frage „Wie denn anders?“ mit, wenn in meinen Gesprächen und Beobachtungen die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen Thema sind. Ungern aber wird diese Frage in die notwendigen Interdependenzen gesetzt und über den eigenen Ereignishorizont hinaus kontextualisiert. Wandel fällt den meisten Menschen schwer. Permanente Unsicherheit ist lediglich für einen kleinen Teil der Menschen eine erstrebenswerte Herausforderung. Doch gerade diejenigen, die mit innerlicher Freiheit auf dem Vulkan tanzen, sollten sehen, dass eine ihrer edelsten Aufgabe in der Gestaltung neuer beständiger Alternativen besteht. Alternativen, die nicht in geheimen Codes geschrieben sind, sondern in vielfacher Form verständliche Wege aufzeigen.

Wir stehen vor massiven Umbrüchen. Die bisher erfolgreichen Systeme des gesellschaftlichen Zusammenlebens, Demokratie und Marktwirtschaft werden auf harte Proben gestellt. Müssen evolutionieren, um zu überleben. Es gab viele Erfolge in den letzten zweihundert Jahren, insbesondere in den letzten sechzig davon wurde ziemlich aufgedreht. Aber auch die Fehler im Denken und Handeln aus dieser Epoche treten uns mit Gewalt entgegen (und werden doch oft beharrlich ignoriert, wenn es um konkrete Konsequenzen geht). Falsche Methoden des Messens und Bewertens unseres gemeinsamen Seins stellen sich als enorm gefährlich für unser weiteres friedliches Bestehen heraus. Es wird Zeit, an die Substanz zu gehen. Wir kommen nicht darum herum.

Die Zeiten der ideologischen Starrheit (sieht man von einer Rest-Bessenheit mit dem Turbokapitalismus und dem üblichen Prozentsatz der Unbelehrbaren ab) haben ihr Ende gefunden. Die Menschen sind pragmatischer geworden und verteidigen trotz gelegentlich heftiger Debatten einen aufgeklärten Pluralismus in den moralischen Wertebezügen. Ich bin davon überzeugt, dass wir besser für den nächsten Weg gerüstet sind, als wir uns vorstellen wollen. Zeit, die Pfade ausgetretener Teufelskreise zu verlassen. Zeit, die nur vermeintlich berechtigte Bequemlichkeit abzulegen. Mein Rucksack wird mit diesem Blog gepackt.

Die Maßstäbe, mit denen wir unsere gemeinsame Sicherheit und Freiheit messen, sind nicht in Stein gemeißelt. Die bisherigen Maßeinheiten, an denen wir geistig, sozial und wirtschaftlich prosperierende Gesellschaften erkennen wollen, stehen berechtigerweise ebenso zur Disposition wie viele ökonomische und andere Glaubenssätze.
Zeit, mit der Gestaltung dieses massiven Übergangs verantwortlich zu beginnen. Im Kleinen wie im Großen. Viele haben schon, bewusst oder unbewusst, damit angefangen. Mit ihren Händen, Herzen und ihren Köpfen. Solche Beispiele will ich zeigen, diskutieren, entwickeln und voranbringen. Aber auch die Widerstände, die sich dem Wandel in den Weg stellen, sollen ihren berechtigen Raum bekommen.

Ein klein wenig zuviel Pathos für einen Blog; zumindest für einen, der ausgerechnet von mir geschrieben wird. Aber ich muss das jetzt tun, damit ich es wenigstens versucht habe. „Die Antwort“ besteht aus vielen kleinen Antworten. Aus vielen zu reflektierenden Punkten in einem Netzwerk neuen Denkens und Handels. Und die richtigen Fragen gehören auch dazu. Und der Mut, sie zu stellen, zu hören und gemeinsam zu beantworten.

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2 Kommentare zu “Das einzig Beständige ist der Wandel

  1. Wasserwanderer
    07/08/2012

    Muss es nicht „dieses Blog“ heißen?

  2. Caroline Kliemt
    15/08/2012

    Ich bin auch ein „Der Blog“-Sager. Es als Neutrum zu bezeichnen, tut mir innerlich weh, denn die meisten Blogs sind alles andere als neutral. Und „der“ vom Jens wird es am allerwenigsten sein.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 24/07/2012 von in Übergänge, Innovationen, Widerstände.

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